Kapitel 2:

Gericht über die Völker und Verheißung an den Rest Israels

1-3 Gehet in euch und sammelt euch, die Nation ohne Scham, ehe der Beschluß gebiert, - wie Spreu fährt der Tag daher - ehe denn über euch komme die Glut des Zorns JHWHs, ehe denn über euch komme der Tag des Zorns JHWHs! Sucht JHWH, alle ihr Sanftmütigen des Landes, die ihr sein Recht gewirkt habt; sucht Gerechtigkeit, sucht Demut; vielleicht werdet ihr geborgen am Tage des Zorns JHWHs.

4-7 Denn Gasa wird verlassen und Askalon eine Wüste sein; Asdod: am hellen Mittag wird man es vertreiben, und Ekron wird entwurzelt werden. Wehe den Bewohnern des Landstriches am Meere, der Nation der Kerethiter! das Wort JHWHs kommt über euch, Kanaan, Land der Philister! und ich werde dich vernichten, dass kein Bewohner mehr bleibt. Und der Landstrich am Meere wird zu Triften voll Hirtenzisternen und Kleinviehhürden werden; und es wird ein Landstrich sein für den Überrest des Hauses Juda: sie werden darauf weiden und am Abend sich lagern in den Häusern Askalons; denn JHWH, ihr GOTT, wird sich ihrer annehmen und ihre Gefangenschaft wenden.

8-11 Ich habe gehört die Schmähung Moabs und die Lästerungen der Kinder Ammon, womit sie mein Volk geschmäht und großgetan haben wider dessen Gebiet. Darum, so wahr ich lebe, spricht JHWH der Heerscharen, der GOTT Israels, soll Moab gewißlich wie Sodom, und die Kinder Ammon wie Gomorra werden, ein Besitztum der Brennesseln und eine Salzgrube und eine Wüste ewiglich. Der Überrest meines Volkes wird sie berauben, und das Überbleibsel meiner Nation sie beerben. Solches wird ihnen für ihren Hochmut zuteil, weil sie das Volk JHWHs der Heerscharen geschmäht und wider dasselbe großgetan haben. Furchtbar wird JHWH wider sie sein, denn er wird hinschwinden lassen alle Götzen der Erde; und alle Inseln der Nationen werden ihn anbeten, ein jeder von seiner Stätte aus.

12 Auch ihr, Äthiopier, werdet Erschlagene meines Schwertes sein.

13-15 Und er wird seine Hand gegen Norden ausstrecken, und wird Assyrien vernichten und Ninive zur Wüste machen, dürr wie die Steppe. Und in seiner Mitte werden Herden sich lagern, allerlei Tiere in Menge; auch Pelikane, auch Igel werden auf seinen Säulenknäufen übernachten. Eine Stimme singt im Fenster, Trümmer sind auf der Schwelle, denn er hat das Zederngetäfel bloßgelegt. Das ist die frohlockende Stadt, die in Sicherheit wohnte, die in ihrem Herzen sprach: Ich bin's und gar keine sonst! Wie ist sie zur Wüste geworden, zum Lagerplatz der wilden Tiere! Ein jeder, der an ihr vorüberzieht, wird zischen, wird seine Hand schwenken.

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