Kapitel 15:

Der Grundinhalt des Evangeliums

1-19 Ich tue euch aber kund, Brüder, das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, dass ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch steht, durch welches ihr auch errettet werdet, wenn ihr an dem Worte festhaltet, das ich euch verkündigt habe, es sei denn, dass ihr vergeblich geglaubt habt. Denn ich habe euch zuerst überliefert, was ich auch empfangen habe: dass CHRISTUS für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften; und dass er begraben wurde, und dass er auferweckt worden ist am dritten Tage, nach den Schriften; und dass er Kephas erschienen ist, dann den Zwölfen. Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten bis jetzt übrig geblieben sind. Danach erschien er Jakobus, dann den Aposteln allen; am letzten aber von allen, gleichsam der unzeitigen Geburt, erschien er auch mir. Denn ich bin der geringste der Apostel, der ich nicht würdig bin, ein Apostel genannt zu werden, weil ich die Versammlung GOTTES verfolgt habe. Aber durch GOTTES Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade gegen mich ist nicht vergeblich, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern die Gnade GOTTES, die mit mir war. Sei ich es nun, seien es jene, also predigen wir, und also habt ihr geglaubt. Wenn aber CHRISTUS gepredigt wird, dass er aus den Toten auferweckt sei, wie sagen etliche unter euch, dass es keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch CHRISTUS nicht auferweckt; wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt vergeblich, aber auch euer Glaube vergeblich. Wir werden aber auch als falsche Zeugen GOTTES erfunden, weil wir in Bezug auf GOTT gezeugt haben, dass er den CHRISTUS auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden. Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch CHRISTUS nicht auferweckt. Wenn aber CHRISTUS nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube eitel: ihr seid noch in euren Sünden. Also sind auch die, welche in CHRISTUS entschlafen sind, verloren gegangen. Wenn wir allein in diesem Leben auf CHRISTUS Hoffnung haben, so sind wir die elendsten von allen Menschen.

Die frohe Botschaft

20-28 Nun aber ist CHRISTUS aus den Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen; denn da ja durch einen Menschen der Tod kam, so auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. Denn gleichwie in dem Adam alle sterben, also werden auch in dem CHRISTUS alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner eigenen Ordnung: der Erstling, CHRISTUS; sodann die, welche des CHRISTUS sind bei seiner Ankunft; dann das Ende, wenn er das Reich dem GOTT und Vater übergibt, wenn er weggetan haben wird alle Herrschaft und alle Gewalt und Macht. Denn er muß herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. Der letzte Feind, der weggetan wird, ist der Tod. "Denn alles hat er seinen Füßen unterworfen." Wenn er aber sagt, dass alles unterworfen sei, so ist es offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat, auf dass GOTT alles in allem sei.

29-34 Was werden sonst die tun, die für die Toten getauft werden, wenn überhaupt Tote nicht auferweckt werden? warum werden sie auch für sie getauft? Warum sind auch wir jede Stunde in Gefahr? Täglich sterbe ich, bei eurem Rühmen, das ich habe in JESUS CHRISTUS, unserem Herrn. Wenn ich, nach Menschenweise zu reden, mit wilden Tieren gekämpft habe zu Ephesus, was nützt es mir, wenn Tote nicht auferweckt werden? "Laßt uns essen und trinken, denn morgen sterben wir!" Laßt euch nicht verführen: Böser Verkehr verdirbt gute Sitten. Werdet rechtschaffen, nüchtern und sündigt nicht, denn etliche sind in Unwissenheit über GOTT; zur Beschämung sage ich's euch.

Die Umgestaltung durch den Tod hindurch

35-50 Es wird aber jemand sagen: Wie werden die Toten auferweckt? und mit was für einem Leibe kommen sie? Tor! was du säst, wird nicht lebendig, es sterbe denn. Und was du säst, du säst nicht den Leib, der werden soll, sondern ein nacktes Korn, es sei von Weizen oder von einem der anderen Samen. GOTT aber gibt ihm einen Leib, wie er gewollt hat, und einem jeden der Samen seinen eigenen Leib. Nicht alles Fleisch ist dasselbe Fleisch des Viehes, und ein anderes das der Vögel, und ein anderes das der Fische. Und es gibt himmlische Leiber und irdische Leiber. Aber eine andere ist die Herrlichkeit der himmlischen, eine andere die der irdischen; eine andere die Herrlichkeit der Sonne, und eine andere die Herrlichkeit des Mondes, und eine andere die Herrlichkeit der Sterne; denn es unterscheidet sich Stern von Stern an Herrlichkeit. Also ist auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät in Verwesung, es wird auferweckt in Unverweslichkeit. Es wird gesät in Unehre, es wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft; es wird gesät ein natürlicher Leib, es wird auferweckt ein geistiger Leib. Wenn es einen natürlichen Leib gibt, so gibt es auch einen geistigen. So steht auch geschrieben: "Der erste Mensch, Adam, ward eine lebendige Seele"; der letzte Adam ein lebendig machender Geist. Aber das Geistige war nicht zuerst, sondern das Natürliche, danach das Geistige. Der erste Mensch ist von der Erde, von Staub; der zweite Mensch vom Himmel. Wie der von Staub ist, so sind auch die, welche von Staub sind; und wie der Himmlische, so sind auch die Himmlischen. Und wie wir das Bild dessen von Staub getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen. Dies aber sage ich, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich GOTTES nicht ererben können, auch die Verwesung nicht die Unverweslichkeit ererbt.

51-58 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune; denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Verwesliche muß Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen. Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: "Verschlungen ist der Tod in Sieg". "Wo ist, oh Tod, dein Stachel? wo ist, oh Tod, dein Sieg?". Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber das Gesetz. GOTT aber sei Dank, der uns den Sieg gibt, durch unseren Herrn JESUS CHRISTUS! Daher meine geliebten Brüder, seid fest, unbeweglich, allezeit überströmend in dem Werke des Herrn, da ihr wisset, dass eure Mühe nicht vergeblich ist im Herrn.

Kapitel zurück  |  Kapitel vor

Apostelgesch.
Römerbrief
1. Korinther
2. Korinther
Galaterbrief
Epheserbrief
Philipperbrief
Kolosserbrief
1. Thessalonicher
2. Thessalonicher
1. Timotheus
2. Timotheus
Brief Titus
Brief Philemon
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16